Langstreckenflüge – eine Hassliebe

Auf meinem 11-stündigen Flug nach Hong Kong habe ich mir mal so generell Gedanken übers Fliegen, und vor allem über Langstreckenflüge gemacht. Zum einen liebe ich sie, weil sie uns an weit entfernte Orte und somit in Verbindung mit fremden und exotischen Kulturen bringen. Zum anderen hasse ich sie, weil ich nach spätestens 7 Stunden nicht mehr weiss, wie ich sitzen soll und die Bordunterhaltung mich auch schon langweilt.

Was kann man also noch machen, dass diese vielen Stunden schneller vorbeigehen und die Spannung auf das weit entfernte Reiseziel etwas verkürzt wird.

Hier eine kleine Liste mit Tipps und Tricks, damit sich dein nächster Langstreckenflug anfühlt wie ein kurzer Ausflug ins Nachbarland. (Vor allem dann, wenn ihr wie ich, nicht schlafen könnt) 🙂

Punkt 1: Let me entertain you! – Selbst genügen Unterhaltung mitnehmen.

Bei meinem Flug nach Hong Kong streikte mein Bordunterhaltungsprogramm bestimmt ¾ der Zeit. Also liess ich den Bildschirm dunkel und nahm meinen Laptop hervor. Vor dem Flug habe ich mir ein paar Youtube Videos heruntergeladen, die ich dann anschauen konnte.

Weiter eignen sich natürlich alte Zeitschriften (die man eigentlich schon lange einmal lesen wollte, jedoch nie die Zeit dazu fand) hervorragend, sich die Zeit im Flugzeug zu vertreiben. Somit ist man wieder auf dem neuesten Stand der Dinge und man kann sie auch gleich im Flugzeug entsorgen, damit sie nicht mehr bei euch zu Hause rumliegen.

Wenn ihr zu zweit fliegt, könntet ihr ausserdem noch Spielkarten mitnehmen, die brauchen nicht viel Platz und können einen Flug ebenfalls sehr unterhaltsam machen.

Diesen Punkt könnte ich jetzt noch ewig erweitern, aber ich glaube, ihr wisst was gemeint ist. 🙂

Punkt 2: Snack it! – Kleine Snacks versüssen das Warten.

Zwar wird auf Langstreckenflügen meist sehr gut für das leibliche Wohlergehen gesorgt, dennoch gibt es immer mal wieder Zeiten, bei denen es nichts zu essen gibt. Oder das Essen, das serviert wird, schmeckt einfach überhaupt nicht. Ich erinnere mich da an einen Flug, bei dem es nur Pasta oder Erbsensuppe gab. Die Crew fing vorne an zu servieren – wir sassen in der hintersten Reihe und so kam es, wie es kommen musste – Pasta war in der Mitte des Flugzeugs alle und wir in den hinteren Reihen bekamen die leeeckere Erbsensuppe. 😛 Ich bin eigentlich nicht so wählerisch aber von diesem grün-gräulichen Schleim bekam ich keinen Löffel runter. 🙂

Für den kleinen Snack zwischendurch packe ich gerne Cracker oder Müsli-Riegel ein. Die brauchen nicht viel Platz und sind (je nach Zutaten) auch noch super Energielieferanten.

Und, habt ihr auch so eure Lieblingssnacks, die bei keinem Flug fehlen dürfen? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Punkt 3: With a little help of my friend! – Kleine Helferchen kommen immer mit.

Auch wenn ich, wie oben bereits erwähnt, oftmals nicht schlafen kann, nehme ich immer eine Schlafmaske, Ohrstöpsel und warme Socken mit. Eine Zahnbürste nimmt ebenfalls wenig Platz ein. So kann man wenigstens ein bisschen abschalten und vor sich hindösen.

Punkt 4: I like to move it, move it; I like to….

Ok ok, das volle Jane Fonda-Arobic-Programm muss es nicht gerade sein, aber sich nach 3-4 Stunden das erste Mal vom zu Sitz erheben und ein paar Schritte zu gehen, fühlt sich wundervoll an. Meist gehe ich bei dieser Gelegenheit gleich zur Toilette oder einfach in den hinteren Bereich des Flugzeugs wo ich mich ein bisschen „ungestörter“ bewegen kann. 🙂 Ich wippe dann ein paar Mal langsam auf meinen Zehenspitzen hoch und runter. Das ist eine gute Übung, um die Durchblutung in den Beinen anzukurbeln. Ausserdem rolle ich meine Schultern nach vorne und zurück. Das waren jetzt meine Beispiele, ich denke ihr fühlt dann selbst am besten, wo es am meisten eingerostet ist und bewegt euch ein bisschen.

Und zu guter Letzt; Punkt 5: Take care of yourself.

Was wir zu Hause wie selbstverständlich machen, können wir natürlich auch im Flugzeug erledigen. Gegen die trockene Luft im Flugzeug crème ich mir immer wieder meine Hände, und ab und zu auch mein Gesicht ein. Ausserdem hilft Flüssigkeit von innen. Wenn ich das Gefühl habe, dass auf dem Flug ziemlich selten etwas zu trinken angeboten wird, frage ich immer nach einer Flasche Wasser. Viel trinken ist ja bekanntlich gesund und bringt uns auch gleich wieder zu Punkt 4, nämlich wenn wir zur Toilette müssen. 🙂

So, das waren meine Tipps, die ich anwende um einen Langstreckenflug so unbeschadet wie möglich zu überstehen. Habt ihr weitere Vorschläge? Oder hattet ihr einmal ein ganz besonders tolles oder auch schlimmes Erlebnis? Eure Meinungen und Geschichten interessieren mich. Schreibt sie mir gerne in die Kommentare.

Also dann, macht’s gut und bis zum nächsten Post.

Eure Vanessa

Ps: was ich gerne auf einem Langstreckenflug trage, erfahrt ihr hier. 🙂

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